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Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (HLF 20/16)

 

Funkrufname - Besatzung: 40/1 - 1/8

Fahrgestell - Baujahr: Mercedes Benz (Atego) - 2010

Ausrüstung:

·        2.400 l/Min. Pumpenleistung

·        autom. Schaumzumischsystem

·        2.000 l Wassertank, 200 l Schaum

·        Seilwinde 5 t

·        Rettungssatz Schere, Spreizer, Zylinder

·        Lichtmast

·        Schaum-/Wasserwerfer bis 2.400 l/Min.

·        Atemschutzgeräte

·        Wärmebildkamera, Gasmessgerät

·        tragbarer Stromerzeuger 13 KVA

·        Sprungretter, Tauchpumpe

·        Gerätesatz Absturzsicherung

·        und vieles mehr

 

 

Abholung des neuen HLF 20/16 aus Leonding in Österreich

 

Am Montag, den 07.11.2011 machten sich 10 Personen bereits um 05:30 Uhr auf den Weg Richtung Österreich, darunter Kreisbrandmeister Norbert Auerbeck und 1. Kommandant Andreas Wittmann. Nach der Ankunft in Leonding (nähe Linz), begrüßte das Team aus Waldmünchen der technische Projektleiter der Fa. Rosenbauer, Herrn Alexander Pillmayr und der kaufmännische Projektleiter Sebastian Lang, sowie Herr Hans Devigneux von der Fa. Furtner und Ammer aus Landau (diese wurde von Fa. Rosenbauer für die Zulieferung der Beladung beauftragt).

 

Den ersten Kontakt mit dem nagelneu gefertigten Löschfahrzeug konnten die Feuerwehrleute kaum erwarten. Dieses stand in einer großen Halle, die speziell für Fahrzeug-Abnahmegespräche bei der Fa. Rosenbauer gebaut wurde. Da war die Freude groß und jeder war zuerst einmal mit den ersten Eindrücken beschäftigt, alle Geräteräume wurden geöffnet und Ausrüstungsgegenstände entnommen. Dann erfolgte die vorläufige Abnahme: Zusammen mit den drei Firmenvertretern gingen die Waldmünchner Kameraden die komplette Ausrüstung durch. Die Aufgaben wurden verteilt, so dass jeder irgendwo mit Nachzählen und Listen Abhacken beschäftigt waren. Alle Funktionen des Fahrzeugaufbaues wurden geprüft und bei den Halterungen der Gerätschaften wurde sehr genau kontrolliert, ob die Armaturen auch schön entnommen werden können. Zum Glück hatten die Waltmünchner nur wenig zu beanstanden und konnten der Fa. Rosenbauer eine saubere Arbeit bescheinigen.

 

Nachmittag gab es eine theoretische Einführung in die technischen Funktionen des Fahrzeuges samt Pumpe, Seilwinde und Wasserwerfer. Auch die Bedienelemente der Mercedes-Fahrerkabine wurden genau erläutert. Natürlich folgten auf die theoretische Schulung noch praktische Übungen am Rosenbauer Testgelände. Die Feuerwehrleute durften gleich die Feuerlöschkreiselpumpe ausprobieren - auch mit Schaumeinsatz, so dass auf einem Teil des Testgeländes ein richtiger Schaumteppich ausgebreitet wurde. Der Wasserwerfer am Fahrzeugdach konnte ebenfalls getestet werden. So war das Team bis in die Abendstunden beschäftigt.

 

 

Am Dienstag, bereits in den frühen Morgenstunden, wurden im Werk am Fahrzeug noch die Änderungen vorgenommen, die bei der vorläufigen Abnahme am Vortag bemängelt wurden. Dabei zeigte sich die Fa. Rosenbauer sehr kulant und ging bei allen Angelegenheiten auf die Wünsche der Trenckstadtbewohner ein, um sie voll und ganz zufrieden stellen zu können. Während dieser Zeit bekamen die Waldmünchner von Hans Devigneux eine Führung durch das Werk des österreichischen Fahrzeugherstellers, der seine Exportprodukte weltweit ausliefert. Besonders die riesigen Flugfeldlöschfahrzeuge, mit über 1.200 PS Motorleistung beeindruckten die Besucher. Die Produkte werden bei Rosenbauer nicht in Fließbandfertigung hergestellt, sondern es werden die Fahrzeuge am jeweiligen Produktionsplatz vom nackten Fahrgestell bis hin zum kompletten Aufbau fertiggebaut. Außerdem bekamen die Waldmünchner noch Einblicke in die Produktion von Pumpen und Stromerzeuger, die von Rosenbauer ebenso weltweit vertrieben werden.

 

Nach der Werksführung erfolgte die Endabnahme und die Feuerwehrleute kontrollierten, ob alle besprochenen Punkte am Fahrzeug geändert wurden. Da dies der Fall war, erfolgten die Unterschriften und die Waldmünchner konnten endlich ihr neues, großes HLF 20/16 mit nach Hause nehmen. Am Weg von Leonding nach Waldmünchen durften abwechselnd alle Teilnehmer mit LKW-Führerschein das neue Fahrzeug lenken, so dass mehrere Pausen zum Fahrerwechsel nötig waren.

 

Hans Devigneux (links) von der Fa. Furtner und Ammer aus Landau mit dem Team der FFW Waldmünchen für die Fahrzeugabnahme

 

 

Empfang in Waldmünchen am 08.11.2011

 

Am frühen Abend kamen die Feuerwehrkameraden mit dem neuen Löschfahrzeug in Waldmünchen an. Bei der Avia-Tankstelle wartete eine Überraschung auf sie: der ehemalige Gerätewart Emil Rieß war mit dem Oldtimer „Buick“ – dem historischen – Löschfahrzeug vom Jahre 1931 dorthin gekommen. So fuhren die Feuerwehrleute mit dem ersten und ältesten Feuerwehrfahrzeug in Waldmünchen zusammen mit dem neuesten Fahrzeug in die Stadt ein.

 

 

Am Feuerwehrgerätehaus warteten viele Leute, nicht nur Feuerwehrkameradinnen und –kameraden, sondern auch Stadträte und andere „Schaulustige“ auf das neue „Highlight“ in Waldmünchen. Das Fahrzeug wurde gleich im Innenhof neben dem Gerätehauses zur Schau gestellt und von den Besuchern inspiziert. Die Begeisterung war groß. Der Bereichsleiter der Sparkasse Waldmünchen, Walter Roider, übergab zur Überraschung aller einen Scheck im Wert von 750 Euro an den FFW-Vorsitzenden, Walter Urban. Walter Roider würde sich erhoffen, dass es „Nachahmer“ gebe und vielleicht einige Waldmünchner Firmen eine Zugabe geben könnten, um die Feuerwehr mit der neuen Anschaffung ebenfalls finanziell zu unterstützen. Dafür bedankte sich Walter Urban und stellvertretender Bürgermeister Josef Brückl. Auch Josef Brückl sprach einige Grußworte und freute sich über die Neuanschaffung und vor allem, dass so viele Leute zum Feuerwehrhaus gekommen waren. Sie würden damit ihr Interesse an der Feuerwehr zeigen. Er dankte vor allem denen, die bei der Ausarbeitung des Anschaffungskonzeptes mitgearbeitet hatten.

 

 

Stadtpfarrer Wolfgang Häupl gab noch ein Weihegespräch und sprach Segensworte über das neue Fahrzeug. Die richtige Einweihung wird an Pfingsten 2012 folgen. Schließlich konnten sich die Besucher noch bei einer Brotzeit im Feuerwehrhaus stärken.  

 

Dieter Müller, 09.11.2011