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Brand der Tierkörperbeseitigungsanlage in Rötz

Freitag, 06. August 2010, 08:36 Uhr Einsatz-Nr. 54/2010

Zu einem überörtlichen Brand nach Rötz wurde neben anderen Wehren auch die Stützpunkfeuerwehr Waldmünchen gerufen. Um 08:36 Uhr alarmierte die Leitstelle Regensburg die Feuerwehr Waldmünchen gemäß dem Einsatzstichwort „Brand Silo“ nach Rötz zum Gelände der Tierkörperbeseitigungsanlage an der Regensburger Straße. Die Waldmünchner Wehr setzte dahin die Drehleiter, das Tanklöschfahrzeug und das Löschgruppenfahrzeug in Marsch. Am  Einsatzort zeigte sich folgendes Lagebild: Der Dachstuhl der Maschinenhalle stand bereits in Vollbrand. Meterhohe Flammen schlugen durch das Eternitdach und es bestand akute Gefahr, dass das Feuer auf weitere Gebäudeteile übergriff. Mit Hilfe der Drehleiter und einem tragbaren Wasserwerfer wurde ein Silo Turm, der mit heißem, flüssigem Fett gefüllt war, gekühlt. Die Einsatzleitung teilte den Waldmünchner Kräften den Einsatzabschnitt um die Vorderseite der Anlage zu, während die Kameraden aus Rötz den rückwärtigen Teil der Anlage unter Beschlag nahmen. Ein Trupp unter Atemschutz drang mit Wärmebildkamera im Innenangriff in das Wirtschaftsgebäude vor und bekämpfte den Brand von dort. Trotz des Großeinsatzes der Feuerwehren brannte die mit Rigips verkleidete Holzbalkendecke und der gesamte Dachstuhl der Werkhalle ab. Auch die im Erdgeschoss aufgestellten, hochwertigen Produktionsmaschinen wurden erheblich beschädigt. Die rund 150 eingesetzten Aktiven der alarmierten Feuerwehren unter der Leitung von KBI Ruhland sowie der Kreisbrandmeister Michael Sturm, Norbert Auerbeck und Michael Gruber hatten den Brand nach rund eineinhalb Stunden unter Kontrolle. Zusätzlich wurde der Versorgungslastwagen der Waldmünchner Wehr wurde zur Einsatzstelle beordert um später verschmutzte Schläuche und Gerätschaften aufzunehmen. Nach zwei Stunden konnten die Kräfte der Waldmünchner Wehr von der Einsatzstelle abrücken. Am Montag den 09. August 2010 wurde die Waldmünchner Drehleiter erneut zum Brandort gerufen, um die Kripo Regensburg bei Ermittlungsarbeiten zu unterstützen. Das gesamte Brandobjekt wurde erneut mit Hilfe der Wärmebildkamera nach Glutnestern untersucht, der Befund blieb aber ohne Ergebnis. Der Sachschaden des Brandobjekts beläuft sich auf 500.000,00 €.